Metatext – Finde den Spalt, durch den dieser Text eine Revolution auslösen kann…

Heute habe ich mich entschieden, mich von meinem lange Jahre gepflegten clairewalka.de Metatext zu verabschieden.

Damit der Text aber sein Denkmal erhält, erscheint er hier in voller Länge.
Denn es waren ja sonst meistens sowieso nur die ersten Sätze zu sehen:

dies ist ein versteckter text der keinen sinn macht. also völliger unsinn in versteckten zwischenräumen, als wäre dies ein verbotenes, politisches manifest. finde es, finde den spalt, durch den dieser text eine revolution auslösen kann. und ich finde dich, damit wir gemeinsam den irrsinn zelebrieren – und die macht der sprache. hinter den türen, unter dem teppich – in welche abgründe stürzen wir uns auf der suche nach dem schlupfwinkel, beim ausbruch aus dem unsichtbaren, in welches diese ebene uns verwandelt hat? ausgelöscht, aus den augen der monitore und menschen, aus ihrem sinn- und unsinn? kann man dennoch erkannt werden? als bodenlos pure sinnlosigkeit, als reines, wahres vergnügen der nichtigkeit? als gemeines nichts das besticht durch seine penetrante abwesenheit? kann dieser versteckte metatext zur metaebene werden, ein hidden layer der uns belagert, um dennoch gesehen zu werden? bin ich eine metapher in buchstabenform, eine buchstabensuppe im einheitsbrei? wenn ich hier navigiere, ein universum exploriere auf meiner safari, einer suche nach poesie, der richtigen pose, oder besser noch, der richtigen pause. was sollen all diese worte und gedanken, die aus meinem kopf strömen, dinge, die keiner braucht? ich weiß nie, wohin das führt, ein redeschwall zwischen synapsen, durchtränkt von transmitter und manchmal vielleicht herbem bier. wann ist es soweit, wann kann ich aufhören, in den wind zu pusten, rauchzeichen im dampf des kraftwerks, ungesehen, ununterscheidbar, wie tränen im regen vielleicht, und darum quasi ungeschehen. kreuzungen, kreuzigungen, zungen, die böses reden oder einfach nur regnen, worte, noch schwarz und doch bald unsichtbar.
wie andere das wohl anstellen? wie andere diesen platz füllen, der eben nunmal gefüllt werden muss, oder sollte, auf diese weise oder auf unerdenkliche weise… muss man nicht irgendwo eine spur hinterlassen, auch wenn sie unsichtbar ist? wie sie sich nun in spalten verliert, versteckt wird, auf einer unsichtbaren ebene, die nur ein verweis ist auf das nächste bild, den nächsten frame… ist das nicht der eigentliche weg? ein verweis zu sein auf das nächste… also notwendig zu sein für das erreichen des nächsten und dabei dennoch unsichtbar? fast wie ein katalysator, der dinge verändert während er selbst unverändert bleibt…
wie wäre es, dinge zu verändern und dabei unerkannt zu bleiben?

Veröffentlicht in: Blog

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